Vor 1673 gehörte Brandberg kirchlich zur Pfarre Zell, danach zur Pfarre Mayrhofen. Der weite und oft beschwerliche Weg machte es vielen Brandbergern jedoch schwer, zum regelmäßigen Gottesdienst ins Tal zu kommen. So wurde um1789 ein Vikariat gegründet.
Am 18. Dezember 1786 wurde vom Konsortium für die Kirche der Bauplatz beschlossen. Schon im Frühjahr sollte eine provisorische Holzhütte gebaut werden, um den Gottesdienst zu halten. Am 14. Mai 1787 wurde der Bau- und Maurermeister Andrä Hueber aus Kitzbühel, einer der bekanntesten Tiroler Baumeister der damaligen Zeit, mit dem Bau beauftragt. Der Plan stammte vom Zeller Baumeister Franz Wagner.
Der Schwerpunkt der fünfjährigen Bautätigkeit war das Jahr 1788, in welchem fast 3000 fl der Gesamtkosten (5023fl 41kr) verbaut wurden. Die Entlohnung für die Sandzieher, Kalkträger, Fuhrleute und die Kosten für Erschließung, Transport von Gips und Gerüst, Tragschichten, Transport von Tür und Fensterstöcken, Buchenschindeln, Mauerziegeln betrugen kaum 10% der Gesamtkosten, obwohl die Brandberger weder Robotschichten noch Material erbrachten.
In den fünf Jahren entstand so ein Gotteshaus mit einfachen klassizistischen Saalbau und einen Ostturm mit einer schönen Kuppelhaube. 1789 erhielt die Kirche zum hl. Kreuz das gesamte Mobiliar samt Paramenten und möglicherweise auch eine schöne Madonnenstatue von der Leonhardskirche in Thurmbach (Gemeinde Aschau). Wegen der häufigen Zillerüberschwemmungen wollte man damals diese Kirche kurzfristig schließen.
Das Bild auf dem Hochaltar stellt die Kreuzigung dar und stammt aus dem 18.Jhdt,
Wegen der großen Entlegenheit konnte die Hl. Kreuzkirche nicht sofort eingeweiht werden. Erst nach 20jähriger Verspätung wurde die Kirchweihe am St. Bartlmätag (24.August) 1808 vom Chiemgauer Bischof nachgeholt.




