Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Organisationsentwicklung & Gemeindeberatung
Erzdiözese Salzburg
Erzdiözese Salzburg
Menü
  • Systemische Beratung
  • Unsere Leistungen
  • Tipps & Materialien
  • News und Artikel
  • Unsere Berater*innen
  • Kontakt
Inhalt:
03.07.2024

Bedürfnistöpfe füllen

Was auch immer wir sagen oder nicht sagen, wie auch immer wir (nicht) handeln, sogar wie wir uns fühlen, hängt davon ab, ob unsere Bedürfnisse erfüllt sind oder nicht.

Wer meine Beiträge regelmäßig liest, weiß, dass ich ein – für mich im menschlichen Zusammenleben ganz zentrales – Element immer wieder zur Sprache bringe: die Bedeutung der Bedürfnisse in all unserem Tun. Was auch immer wir sagen oder nicht sagen, wie auch immer wir (nicht) handeln, sogar wie wir uns fühlen, hängt davon ab, ob unsere Bedürfnisse erfüllt sind oder nicht.

Diese Bedürfnisse, also all jenes, was wir brauchen, damit wir in unserer Mitte sind, sind bei allen Menschen gleich, wenn auch unterschiedlich stark ausgeprägt. Da gibt es Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Verbundenheit, nach Freiheit und Selbstbestimmung, Frieden und Harmonie, nach Wertschätzung und Anerkennung, nach Entwicklung und Entfaltung, nach Spiritualität, Kreativität und sinnhaftem Tun, uvm.

Um uns diese Bedürfnisse zu erfüllen, wenden Menschen unterschiedliche Strategien an. Das Bedürfnis nach Verbundenheit erfüllen sich manche, indem sie sich in Vereinen zusammenfinden, andere werden caritativ tätig, wieder andere erleben Verbundenheit in Online-Communities. So zahlreich die unterschiedlichen Strategien sind, die wir anwenden, um unsere Bedürfnistöpfe zu füllen, so zahlreich sind auch die Lebensentwürfe, die dadurch entstehen.

Wenn wir Menschen verstehen, erreichen und begeistern wollen, dürfen wir nicht nur auf die Unterschiede in den Lebensentwürfen und angewandten Strategien blicken, sondern müssen dahinter die nicht kommunizierten Bedürfnisse entdecken und zur Sprache bringen. Es ist ein Lesen zwischen den Zeilen, ein Hören mehr mit dem Herzen als mit den Ohren, ein Versuch das Gegenüber zu verstehen, wenn ich auch nicht mit dessen gewählten Strategien einverstanden bin.

In Zeiten, in denen sich viele Menschen nicht mehr für Glaube und Religion interessieren, und wenn – wie Jan Loffeld es ausdrückt – scheinbar „nichts fehlt, wo Gott fehlt“, sind dennoch die Bedürfnisse nach Verwurzelung, Spiritualität, Gemeinschaft und Verbundenheit stark vorhanden. In diesen Zeiten von Individualisierung und Vereinsamung, lechzen Menschen nach der Erfüllung dieser zentralen Bedürfnisse, sind auf der Suche und leiden seelisch und psychisch bei Nicht-Erfüllung.

So müssen wir uns die Frage stellen: wie ändern wir unsere Strategien und welche Zeichen setzen wir, um wieder als wichtige Ressource für die Erfüllung dieser Bedürfnisse der Menschen gesehen zu werden? Doch vor allem auch, welche Haltungen und Gewohnheiten müssen wir bei uns selbst überdenken und verändern, um andockfähig zu sein?

zurück

nach oben springen
  • Kontakt
  • Sitemap
  • Impressum
  • Datenschutz
Anmelden