Die Pfarrgemeinderatswahl kündigt sich an – und mit ihr die Frage: Wie können wir heute Menschen für ein Engagement in unserer Pfarre begeistern? Ehrlich, zeitgemäß und einladend? Es geht darum zu zeigen: dieses Engagement kostet Zeit – aber es ist gut investierte Zeit. Zeit für den Glauben. Für Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenslagen. Für Solidarität und lebendiges Miteinander.
„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ (2 Kor 12,9)
Diese Aussage stellt unsere gängige Logik von Zusammenarbeit und Zusammenleben auf den Kopf. In einer Arbeitsgruppe, Verein oder auch im Pfarrgemeinderat ist es sicherlich gut, wenn man Leute hat, die an- und zupacken, die wissen, wo sie hinwollen; aber es ist ebenso wichtig, dass es andere gibt, die nachfragen, Bedenken äußern und prüfen, ob sie einen bestimmten Weg mitgehen können. Menschen, die sich von Sorgen anderer berühren lassen und auch mögliche Auswirkungen in den Blick nehmen, die bisher noch nicht bedacht wurden. Dafür braucht es Mut und die Bereitschaft Unsicherheiten auszuhalten. Das kann aber auch zu Verletzungen führen, indem man ignoriert wird, an den Rand gedrängt wird, als „Störfaktor“ übergangen oder als „schwierig“ abgestempelt wird.
Aus welchen Quellen leben wir?
Und haben wir Wasser für alle?
Veränderungen begleiten uns mittlerweile stetig in unserem kirchlichen Leben. Auch dieser Herbst ist bei vielen in den Pfarren wieder davon geprägt: neue Pfarrverbände, neue Personalsituationen vor Ort, neue Verantwortungen, neue Wege des Miteinanders.
Es geht nicht immer darum, jederzeit hilfsbereit zu sein. Es kommt vor allem darauf an, echt zu sein und das bedeutet, auch auf die eigenen Ressourcen und Möglichkeiten zu achten. Nur wer die eigenen Töpfe gefüllt hat, kann daraus geben.
Was noch vor einigen Jahren als selbstverständlich erlebt wurde, hat an Selbstverständlichkeit verloren. Dies lässt ein Gefühl von Verletzlichkeit entstehen, ...
Was auch immer wir sagen oder nicht sagen, wie auch immer wir (nicht) handeln, sogar wie wir uns fühlen, hängt davon ab, ob unsere Bedürfnisse erfüllt sind oder nicht.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie das Leben angstfrei und mutig angehen können, sich selbst große Dinge zutrauen, dass Sie selbstbewusst für sich einstehen, ihre Sichtweisen kundtun und den Mut Ihre Stimme zu erheben, wenn sie den Eindruck haben, dass Unrecht geschieht.