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05.05.2026

Glaube leben

Aus welchen Quellen leben wir?
Und haben wir Wasser für alle?

Veränderungen begleiten uns mittlerweile stetig in unserem kirchlichen Leben. Auch dieser Herbst ist bei vielen in den Pfarren wieder davon geprägt: neue Pfarrverbände, neue Personalsituationen vor Ort, neue Verantwortungen, neue Wege des Miteinanders.

Veränderungen sind Herausforderungen: Es liegt an uns, ob wir sie als Chance sehen oder als Last und unnötige Mühe. Nur wer wagt, das eigene Nest zu verlassen, wird „flügge“ und kann den Puls des Lebens spüren.

In unseren Pfarren hat sich im Lauf der Zeit vieles angesammelt, viel „Traditionsgut“, manche Aufbrüche, manche schöne oder ermutigende Projekte. Es gibt gute Quellen des Lebens, des Lebens mit Gott und des Lebens miteinander, aber vermutlich auch manche Steppe.

„Herr, gib mir dieses Wasser“ des Lebens, sagte die Frau am Jakobsbrunnen zu Jesus.  (Joh 4,15). Wo sind unsere Quellen, an denen die Menschen Wasser des Lebens schöpfen können? Ich möchte sie in diesem veränderungsreichen Herbst zu einer besonderen „Pfarrwallfahrt“ (evtl. auch Pfarrverbands-Wallfahrt) einladen, zu einem gemeinsamen „Quellen-Spaziergang“. Besuchen Sie in kleinen Gruppen, entweder an einem (Klausur) Tag oder in einer vereinbarten Woche, nach einer kleinen Sendungsfeier Quellen-Orte in ihrer Pfarre (Pfarrverband), aber auch Steppenorte. Die Stationen können vielfältig sein: die Kirchen (Liturgie), der Friedhof (Trauerbegleitung), das Seniorenheim (Besuchsdienste), der Kindergarten, eine Schule, ein Kaufhaus, ein Sportplatz, ein Vereinsheim. Schauen Sie sich mit „Insidern“ die Quellen an oder auch mit Außenstehenden die Steppen.

Dazu einige Reflexionsfragen zu den Stationen:

  • Was bedeutet dieser Ort für unseren Glauben und unser Miteinander?
  • Wer schöpft hier Kraft oder Hoffnung?
  • Was wächst hier – und was braucht Stärkung?
  • Welche neue Quelle könnte hier entstehen?

Nach Rückkehr treffen sich alle Spaziergänger*innen am imaginären „Jakobsbrunnen“ zu einem „Quellenreport“ – mit Eindrücken, Bildern /Fotos, Zitaten von Menschen vor Ort etc. und einem Resümee. Es geht dabei darum, neu zu erkennen: Wie schaut es aus mit unseren Quellen des lebendigen Wassers, wo wird Jesu Zusage für die Menschen erfahrbar und wo wollen bzw. müssen wir Neues erschließen? Welche konkreten Schritte und Projekte ergeben sich daraus?

Monika Stockhammer

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