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Pfarre St. Johann in Tirol
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Inhalt:
27.05.2026

Todesfall - Begräbnis

Das kirchliche Begräbnis: Abschied in Hoffnung

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Joh 11,25)

 

Der Tod eines geliebten Menschen gehört wohl zu den schwersten Erfahrungen unseres Lebens. In dieser Zeit der Trauer und des Abschieds lässt die Kirche Sie nicht allein. Das kirchliche Begräbnis ist ein Ritus des Abschieds, der Dankbarkeit und vor allem der christlichen Hoffnung auf ein Leben über den Tod hinaus.

 

Was wir im kirchlichen Begräbnis feiern

Ein christliches Begräbnis ist mehr als eine Rückschau auf das vergangene Leben. Es ist ein Gottesdienst für einen Verstorbenen, in dem wir:

* den Verstorbenen Gott anvertrauen: Wir geben das Leben in die Hände dessen zurück, der es geschenkt hat.

* Würde zusprechen: Der Leib des Verstorbenen wird gesegnet und geehrt, da er im Leben ein „Tempel des Heiligen Geistes“ war.

* Trost finden: In der Gemeinschaft der Betenden und in der Zusage der Auferstehung finden wir Kraft für den eigenen Trauerweg.

 

Die Formen der Bestattung

Die katholische Kirche kennt verschiedene Formen des Begräbnisses, die wir respektvoll begleiten:

* Erdbestattung: Die klassische Form, die an das Begräbnis Jesu erinnert.

* Urnenbestattung (Feuerbestattung): Ist in der katholischen Kirche möglich, sofern sie nicht aus Gründen gewählt wird, die dem christlichen Glauben widersprechen.

* Verabschiedung und Requiem: Die Feier kann als Wortgottesdienst in der Aussegnungshalle oder als feierliches Requiem (Hl. Messe) in der Pfarrkirche oder in der Friedhofkapelle in Almdorf gestaltet werden, wenn im Anschluss der Sarg ins Krematorium gebracht wird.

 

Was ist im Trauerfall zu tun?

Wenn ein Todesfall eintritt, sind oft viele bürokratische Schritte nötig. Für die kirchliche Feier gilt:

   1. Bestattungsunternehmen kontaktieren: Dieses setzt sich in der Regel direkt mit dem Pfarramt in Verbindung, um den Termin für die Beisetzung zu koordinieren.

   2. Das Trauergespräch: Unser Pfarrer oder unser Kooperator wird Sie zeitnah kontaktieren. In diesem Gespräch ist Raum für Ihre Trauer, für Erinnerungen an den Verstorbenen und für die gemeinsame Planung der Liturgie (Auswahl von Lesungen, Fürbitten, Musik und Gebeten).

   3. Gedenken in der Gemeinde: Wir schließen den Verstorbenen in unsere Gebete ein und gedenken seiner namentlich in den kommenden Gottesdiensten.

 

Wir sind für Sie da

Seelsorge endet nicht mit dem Begräbnis. Wenn Sie nach der Beisetzung jemanden zum Reden brauchen oder Begleitung in Ihrer Trauer suchen, stehen Ihnen unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger jederzeit offen.

Kontakt:

Pfarrbüro St. Johann in Tirol

Telefon: 05352 622 53

 

Kirchliches Begräbnis bei Kirchenaustritt: Wie gehen wir damit um?

Der Tod eines Menschen, der zu Lebzeiten seinen Austritt aus der katholischen Kirche erklärt hat, löst bei den Hinterbliebenen oft Unsicherheit aus. Als Pfarre möchten wir Ihnen in dieser Situation ehrlich und seelsorglich zur Seite stehen.

 

Der Respekt vor der Entscheidung des Verstorbenen

Kirchenrechtlich gilt: Wer aus der Kirche ausgetreten ist, hat damit öffentlich erklärt, auf die Gemeinschaft der Kirche und die damit verbundenen sakramentalen Riten zu verzichten.

  • Die kirchliche Ordnung: Einem ausgetretenen Menschen kommt grundsätzlich kein kirchliches Begräbnis zu. Die Kirche respektiert damit die persönliche Entscheidung und die Gewissensfreiheit des Verstorbenen bis über den Tod hinaus. Ein aufgezwungener kirchlicher Ritus würde die Lebenseinstellung des Verstorbenen im Nachhinein missachten.

Ausnahmen und Spielräume

Es gibt jedoch Situationen, in denen ein "kirchliches Begräbnis" dennoch möglich sein kann:

  • Reuezeichen: Wenn der Verstorbene vor seinem Tod in irgendeiner Weise den Wunsch nach Versöhnung oder die Absicht zum Wiedereintritt geäußert hat.
  • Bei ausdrücklicher Bitte der Angehörigen: Wenn die Hinterbliebenen praktizierende Mitglieder der Kirche sind und der Verstorbene den Glauben der Angehörigen nicht ausdrücklich abgelehnt hat, kann der Pfarrer in Absprache mit den Angehörigen, wenn Sie darum bitten, eine Ausnahme machen. Wenn also die Angehörigen um die Begleitung eines Priesters beim Begräbnis bitten, sieht die Beteiligung der Kirche folgendermaßen aus:
  • Die Feier findet   n i c h t  in der Pfarrkirche, sondern direkt am Friedhof statt.
  • Der Priester spricht Gebete, liest aus der Bibel vor, leitet die Fürbitten.
  • Eine dazu von den Angehörigen beauftragte Person kann eine kurze Würdigung über die verstorbene Person vorlesen.
  • Die Beisetzung erfolgt unter begleitenden Worten.

Formen der Begleitung für die Hinterbliebenen

Auch wenn kein klassisches kirchliches Begräbnis (mit Priester und liturgischem Ritus am Grab) stattfindet, lässt die Pfarre die trauernden Angehörigen nicht allein:

  • Seelsorgliches Gespräch: Unsere Seelsorger stehen Ihnen für Gespräche und zur Trauerbegleitung jederzeit zur Verfügung.
  • Gebet in der Gemeinde: Wir können den Verstorbenen in das allgemeine Gebet der Gemeinde (z. B. in die Fürbitten einer Messe) einschließen.
  • Private Abschiedsfeier: Ein gläubiger Laie oder ein freier Trauerredner kann die Beisetzung leiten. Christliche Elemente wie das Vaterunser oder ein Segen können dabei im privaten Rahmen Platz finden.

Unser Rat an die Angehörigen

Wenn Sie unsicher sind, suchen Sie bitte das Gespräch mit uns. Wir klären gemeinsam in Ruhe, welche Form des Abschieds dem Willen des Verstorbenen entspricht und gleichzeitig Ihnen als Hinterbliebenen Trost spendet.

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Kontakt 

Pfarre St. Johann in Tirol

Dechant -Wieshoferstraße 1
6380 St. Johann in Tirol

Tel: +43 (0) 5352 / 62253

pfarre.stjohannintirol@eds.at

 

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