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Pfarre St. Johann in Tirol
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Taufe

das Grundsakrament des Glaubens

 

 

Ein neues Leben – Ein großes Geschenk Gottes

Liebe Eltern, liebe junge Familie!

 

Die Geburt eines Kindes ist ein einschneidendes Ereignis und Erlebnis. Lange haben Sie sich auf den Geburtstag vorbereitet. Miteinander, aber auch mit Verwandten und Freunden, haben Sie in der Zeit der Schwangerschaft gehofft, dass alles gut geht. Jetzt ist Ihr Kind geboren und ein neuer Lebensabschnitt hat für Sie begonnen.

Wir als Ihre Pfarrgemeinde gratulieren Ihnen sehr herzlich zur Geburt Ihres Kindes! Wir freuen uns mit Ihnen über das JA, das Sie zu diesem Kind gesagt haben, und über das JA, das Gott in Ihrem Kind zu uns allen spricht.

Vielleicht spüren Sie gerade jetzt den Wunsch, Ihr Kind nicht nur in Ihre Familie, sondern auch in den Schutz einer größeren, göttlichen Liebe zu stellen. Die Taufe ist das erste Sakrament der Eingliederung der Kirche und markiert den Beginn einer lebenslangen Glaubensreise.

 

  1. Die Zusage: „Du bist gewollt“

Die Taufe ist die Antwort Gottes auf das menschliche Leben. In einer Welt, in der vielfach Leistung und Nutzen im Vordergrund stehen, sagt Gott in der Taufe: „Du bist wertvoll, einfach weil du da bist. Noch bevor du etwas leistest, bist du von mir geliebt.“ Das Wasser der Taufe ist das Zeichen für dieses neue, unverlierbare Leben aus Gott.

  1. Die Gemeinschaft: Nicht allein unterwegs

Niemand kann für sich allein glauben. Durch die Taufe wird Ihr Kind in den „Leib Christi“ eingegliedert – in die weltweite Gemeinschaft der Kirche. Wir in der Pfarre möchten für Ihr Kind und für Sie ein Ort der Beheimatung sein, an dem man Fragen stellen darf, Gott im Alltag entdecken lernen, den Glauben an Gott miteinander lebt, Sorgen teilt und die Feste des Lebens gemeinsam feiert.

  1. Das bewusste Ja zu Jesus Christus, seiner Botschaft, seinem Leben

Die Taufe ist der sichtbare und öffentliche Ausdruck dafür, dass ein Mensch an Jesus Christus glaubt, sich von Jesu Botschaft inspirieren lässt und versucht, ein Leben als ChristIn zu führen. Bei Babys bzw. Kleinkindern kann dieses bewusste Ja zu Jesus Christus verständlicherweise noch nicht selbst gegeben werden. Die Eltern bzw. Erziehungsberechtigte übernehmen für diese Zeit die Entscheidung für ein Leben aus dem Glauben an Jesus Christus. Daher ist das Glaubensleben von Eltern und Paten so wichtig.

  • Das Wasser: Es ist das Zeichen für neues Leben und Reinheit. Es symbolisiert, dass wir in Gott immer wieder neu anfangen dürfen.
  • Das Taufkleid: Es symbolisiert die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft aller Getauften und dass Ihr Kind Christus wie ein Gewand angezogen hat.
  • Das Licht: Die Taufkerze wird an der Osterkerze entzündet. Sie steht für die Hoffnung, dass das Leben des Kindes immer hell und behütet sein möge.
  • Das Chrisam-Öl: Die Salbung zeigt die besondere Würde des Getauften – als Kind Gottes ist jeder Mensch wertvoll wie ein König oder eine Königin, Himmel und Erde verbindend wie ein Priester und mit einer einzigartigen Botschaft wie ein Prophet oder eine Prophetin.
  • Die Gemeinschaft: Eltern und Paten versprechen, das Kind auf seinem Weg zu begleiten, ihm christliche Werte zu vermitteln und ihm den Rücken zu stärken.

Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Die Taufe ist kein bloßer formaler Akt, sondern ein herzliches Ja zum Leben und zum Glauben an Gott, durch Jesus Christus im Heiligen Geist.

 

Der Weg zur Taufe in unserer Pfarre

Wir möchten diesen Weg mit Ihnen gemeinsam gehen.

 

Für die Planung der Taufe:

Melden Sie bitte Ihr Kind zur Taufe im Pfarrbüro an. Für die Anmeldung einer katholischen Taufe benötigen Sie eine Reihe von Dokumenten und müssen bestimmte kirchliche Voraussetzungen erfüllen.

Voraussetzungen für Eltern und Taufpaten

  • Eltern:

Mindestens ein Elternteil sollte der römisch-katholischen Kirche angehören, um das Kind im christlichen Glauben zu erziehen.

  • Taufpaten:

Konfession: Ein Taufpate muss zwingend römisch-katholisch, getauft und gefirmt sein.

Kirchenstatus: Die Person darf nicht aus der Kirche ausgetreten sein.

Alter: Das Mindestalter liegt in der Regel bei 16 Jahren.

Ausschluss: Die eigenen Eltern des Kindes können nicht Taufpate sein.

Taufzeugen: Christen anderer Konfessionen (z. B. evangelisch) können zusätzlich als Taufzeugen fungieren, jedoch nicht als alleinige Paten.

 

Benötigte Dokumente zur Anmeldung

  • Kind:

Geburtsurkunde des Täuflings

Meldezettel (Meldebestätigung) des Kindes.

  • Eltern:

Taufscheine der Eltern

Standesamtliche Heiratsurkunde und ggf. der kirchliche Trauungsschein (sofern verheiratet).

Kontaktdaten: Name, Adresse und Beruf, E-Mail und Tel. Nummer

  • TaufpatIn:

Taufschein des Paten (mit eingetragener Firmung, meist nicht älter als 6 Monate).

Kontaktdaten: Name, Adresse und Beruf, E-Mail und Tel. Nummer

 

Die Taufe ist weit mehr als ein festlicher Brauch; sie ist das fundamentale Fundament des christlichen Lebens und das erste der drei Initiationssakramente (Taufe, Firmung, Eucharistie). Theologisch betrachtet ist sie das sichtbare Zeichen der unsichtbaren Zuwendung (= Gnade) Gottes, die den Menschen in die Gemeinschaft mit Jesus Christus und seiner Kirche eingliedert.

 

Hier gehts zum Taufbehelf:

 

Taufbehelf der Erzdiözese Salzburg

 

Die theologische Bedeutung: Tod und Auferstehung

In der katholischen Theologie symbolisiert das Übergießen mit Wasser das „Sterben und Auferstehen“ mit Christus.

  • Neugeburt: Der Täufling wird als „neue Schöpfung“ aus Wasser und Heiligem Geist wiedergeboren und als geliebtes Kind Gottes angenommen.
  • Unverlierbares Siegel: Die Taufe prägt der Seele ein geistiges, unauslöschliches Siegel auf. Man gehört für immer zu Christus, selbst wenn man sich später vom Glauben abwenden sollte.

Die Rolle der Eltern und Paten

Da Neugeborene ihren Glauben noch nicht selbst bekennen können, treten Eltern und Paten stellvertretend ein.

  • Eltern als Erstverkündiger: Die Eltern sind die ersten Lehrerinnen und Lehrer des Glaubens. Bei der Taufe versprechen sie, ihr Kind im katholischen Glauben zu erziehen und ihm durch ihr eigenes Vorbild den Weg zu Gott vorzuleben und zu zeigen.
  • Paten als Glaubenszeugen: Das Patenamt ist ein kirchlicher Auftrag, kein reiner Ehrentitel. Paten vertreten die Gemeinschaft der Kirche und unterstützen die Eltern dabei, den Glauben lebendig zu bezeugen. Sie legen gemeinsam mit den Eltern das Glaubensbekenntnis ab und widersagen dem Bösen.

In der katholischen Theologie ist das Verständnis der Erbsünde (oft auch „Ursünde“ genannt) entscheidend, um die Heilsnotwendigkeit der Taufe zu verstehen. Hier ist eine Erklärung, die den Bogen von der biblischen Wurzel zur befreienden Wirkung der Taufe spannt:

 

Die Erbsünde: Ein Erbe der Gebrochenheit

Der Begriff „Erbsünde“ meint keine persönliche Tat, für die ein Neugeborenes verantwortlich wäre. Niemand wird „schuldig“ geboren. Vielmehr beschreibt sie einen Zustand, in den jeder Mensch hineingeboren wird: eine tiefsitzende Trennung zwischen Gott und der Menschheit.

 

1. Die theologische Wurzel
Die biblische Erzählung vom „Sündenfall“ im Paradies (Adam und Eva) verdeutlicht, dass das Vertrauensverhältnis zu Gott von Anfang an gestört wurde. Diese „Ursünde“ bedeutet, dass der Mensch dazu neigt, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und ohne Gott sein zu wollen. In der katholischen Lehre ist die Erbsünde also das Fehlen der heiligmachenden Gnade, mit der der Mensch ursprünglich erschaffen wurde.

 

2. Die Welt als „solidarischer Unheilszusammenhang“
Wir werden in eine Welt hineingeboren, die bereits von Egoismus, Ungerechtigkeit und Leid geprägt ist. Dieser „Unheilszusammenhang“ beeinflusst uns, noch bevor wir unsere erste eigene Entscheidung treffen können. Die Erbsünde ist somit die geistliche Dimension dieser Gebrochenheit der Welt.

 

Die Taufe als Antwort Gottes: Befreiung und Neuanfang

Hier setzt das Sakrament der Taufe an. Sie wird nicht vollzogen, um ein „böses“ Kind gut zu machen, sondern um es aus diesem Unheilszusammenhang zu befreien.

  • Abwaschung der Trennung: Das Wasser der Taufe symbolisiert die Reinigung von dieser Last. Die Trennung zu Gott wird aufgehoben; der Mensch wird mit der göttlichen Gnade (=Zuwendung Gottes) erfüllt.
  • Einzug der Gnade: An die Stelle der Leere (der fehlenden Gottesnähe) tritt der Heilige Geist. Der Täufling erhält die „heiligmachende Gnade“, die ihn fähig macht, an Gott zu glauben, auf ihn zu hoffen und ihn zu lieben.
  • Die bleibende Freiheit: Zwar bleibt auch nach der Taufe die menschliche Schwäche bestehen (die sogenannte Begehrlichkeit), aber der Getaufte ist nun nicht mehr der Sünde ausgeliefert. Er hat die geistliche Kraft erhalten, sich für das Gute zu entscheiden.

Für die konkrete Vorbereitung der Taufe Ihres Kindes:

 

Fürbitten zur Tauffeier

 

Lesungen zur Tauffeier

 

Taufpatenamt


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Kontakt 

Pfarre St. Johann in Tirol

Dechant -Wieshoferstraße 1
6380 St. Johann in Tirol

Tel: +43 (0) 5352 / 62253

pfarre.stjohannintirol@eds.at

 

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