Das Sakrament der Ehe: Ein gemeinsames „Ja“ vor Gott und der Welt

Liebe Paare, die kirchlich heiraten wollen!
Sie haben sich entschieden, gemeinsam durch das Leben zu gehen. Das ist eine der mutigsten und schönsten Entscheidungen, die zwei Menschen treffen können. Wir freuen uns mit Ihnen, dass Sie diesen Weg nicht nur vor dem Standesamt, sondern auch unter dem Segen Gottes und im Angesicht der Kirche besiegeln möchten.
Die Bedeutung der kirchlichen Eheschließung:
*Mehr als ein Versprechen
Die katholische Kirche versteht die Ehe nicht als bloßer Vertrag, sondern als Sakrament. Das bedeutet: Ihre Liebe zueinander wird zum sichtbaren Zeichen für die Liebe Gottes zu uns Menschen.
* Der Bund fürs Leben: Wenn Sie sich das Ja-Wort geben, schließen Sie einen Bund, der auf Unauflöslichkeit und Treue gründet. Gott selbst wird zum "Dritten im Bunde" und verspricht Ihnen seine Begleitung in „guten wie in schlechten Tagen“.
* Gnade (bedeutet Zuwendung Gottes) und Stärkung: Das Sakrament schenkt Ihnen die Kraft, gemeinsam zu wachsen, einander immer wieder neu zu vergeben und eine „Hauskirche“ zu bilden – einen Ort, an dem Liebe, Vertrauen und Glaube gelebt werden.
* Offenheit für das Leben: Zur christlichen Ehe gehört die grundsätzliche Bereitschaft, das Leben weiterzugeben und gemeinsam Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen.

Die Vorbereitung auf Ihre kirchliche Trauung
Damit Ihre Trauung gültig und rechtmäßig gefeiert werden kann, gibt es einige formale Voraussetzungen, die wir im gemeinsamen Gespräch klären:
1. Das Ehevorbereitungsprotokoll: Dies ist das zentrale Dokument. Wir besprechen darin die wesentlichen Merkmale der Ehe (Freiwilligkeit, Unauflöslichkeit, Treue und Offenheit für Kinder) und schauen, ob alle Voraussetzungen für eine kirchliche Trauung gegeben sind.
2. Die Ledigenbestätigung: Falls Sie nicht in unserer Pfarre getauft wurden, benötigen wir einen aktuellen Taufschein (nicht älter als 6 Monate), der Ihren Ledigenstand kirchlich bestätigt.
3. Konfessionsverschiedene Paare: Wenn einer der Partner evangelisch, einer anderen Religion zugehörig oder ohne Bekenntnis ist, ist eine kirchliche Trauung dennoch möglich. Hierfür holen wir die erforderliche Genehmigung (Dispens) beim Bischof ein.
4. Trauzeugen: Sie benötigen zwei Zeugen, die bei der Trauung anwesend sind. Diese müssen nicht zwingend katholisch sein; sie müssen lediglich die Bedeutung des Aktes verstehen und durch ihre eigene Unterschrift bezeugen können.
Der Weg zur Hochzeit in unserer Pfarre
* Die Anmeldung: Bitte melden Sie sich frühzeitig im Pfarrbüro, am besten ein Jahr im Voraus, um Ihren Wunschtermin zu reservieren. Wir wissen, dass das Gasthaus, die Location, die Musikgruppe und Standesamt einen Einfluss auf den Termin der Trauung haben. Trauungszeiten sind an den Samstagen in unserer Pfarre 14.00 Uhr.
* Das Eheseminar: Die Teilnahme an einem Eheseminar in unserer Erzdiözese ist eine gute Gelegenheit, sich abseits vom Organisationsstress Zeit für die eigene Beziehung und spirituelle Fragen zu nehmen.
* Das Traugespräch: Hier gehen wir den Ablauf Ihrer Trauung vom Einzug des Brautpaares bis zum Auszug aus der Kirche detailiert durch. Von der Auswahl der Lesungen und des Evangeliums bis hin zu den Fürbitten und der musikalischen Gestaltung – die Feier soll und darf ruhig Ihre persönliche Handschrift tragen.

Ein zentraler Bestandteil der Vorbereitung in unserer Erzdiözese ist der Besuch eines Eheseminars. Die Teilnahme ist kirchenrechtlich verpflichtend, wird aber von den Paaren meist als sehr bereichernd erlebt, um sich abseits des Organisationsstresses bewusst Zeit für die Paarbeziehung zu nehmen.
Brautpaare, die nicht in St. Johann oder Umgebung wohnen und in unserer Pfarre kirchlich heiraten möchten, müssen bitte selber einen Diakon oder Priester zur Hochzeit mitbringen.
Tipp: Unter www.beziehungleben.at finden Sie alle aktuellen Termine und Standorte für die Eheseminare in der Erzdiözese Salzburg sowie die Möglichkeit zur Online-Anmeldung.
Hier gehts zum Leitfaden für die Kirchliche Trauung von der Pfarre St. Johann i. T.: