Die Menschen mit den „Augen Gottes“ sehen:
Jeder Mensch ist tief drinnen eigentlich ganz gut, weil sie/er von Gott geschaffen ist und von IHM ebenso geliebt wird, wie ER mich liebt.
„Im Blick auf die eigenen Schlagseiten und Schwächen barmherziger werden“:
Auch ich bin nicht vollkommen – und das darf auch so sein. Nur es kann mich milder und toleranter gegenüber anderen machen.
Und ganz ehrlich gesagt….:
Macht es nicht auch mein eigenes Leben einfacher und leichter, wenn ich mir unsympathische Menschen lieb gewinnen kann?
„Mich daran erinnern, dass Jesus auf der Seite der `Geringsten´ steht (Mt 25,45):
Auch ich werde einmal von Gott gefragt werden, wie ich mit jenen Menschen umgegangen bin, die ich unsympathisch, lästig und mir nicht wohl gesinnt erlebt habe, also die „Geringsten“ waren.
„Denn er lässt die Sonne aufgehen über gerechte und ungerechte – (vgl. Mt 5,45)“:
Ich kann mir Gottes barmherzigen Blick zu eigen machen, der mit meinen Schwächen, Fehlern und Macken ebenso Nachsicht hat wie mit den Eigenheiten und Schrägheiten derer, die mir unsympathisch sind.
Quelle: Spiritualität der Erzdiözese Wien