Brandbergkapelle

In den kath. Blättern vom 4. Mai 1849 wird berichtet, dass schon in alter Zeit an der Grenze zu Mayrhofen eine Marienkapelle gestanden sei, die den Brandbergern auf dem steilen Weg aus dem Tal, eine Möglichkeit zur Rast und Besinnung geboten habe. In der Zeit der Glaubenszwistigkeiten sei sie samt Marienbild über den Felsabhang in die tiefe Zillerschlucht hinunter geworfen worden.
Erst nach einiger Zeit habe ein Bauer seine verlorengegangene Ziege gesucht und sie unter dem Felsabhang neben dem Marienbild gefunden. Er habe das Bild bei sich zu Hause sorgfältig gehütet, bis im April 1849 an dem idyllischem Platz wieder eine Kapelle errichtet und das Bild dort angebracht wurde. Die Bevölkerung gelobte, in Erinnerung an die traurigen Ereignisse von 1837 jedes Jahr in der Osterzeit bei der Kapelle um die Glaubenseinheit zu flehen.