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Inhalt:

Sr. Sara

  • geboren 1946 in Ägypten
  • Ausbildung zur Krankenschwester
  • Studien der Sozialarbeit und Theologie in Beni Suef
  • Oberin der koptisch-christlichen Kongregation der Töchter Mariens in Beni Suef
  • 1975 folgte sie Sr. Emmanuelle in ein Elendsviertel Karios und wird 1993 ihre Nachfolgerin

Zusammen mit Sr. Emmanuelle bereist sie Europa, um auf die verzweifelte Lage der Müllsammler aufmerksam zu machen. Es entstehen Schulen, Tageskliniken, eine Kompostfabrik und vieles mehr. Sr. Sara leitet das Projekt mit einem großen Team und lebt mit 37 Ordensfreuen, dir ihr Leben den Müllsammlern von Kairo widmen.

 

Sr. Sara ist verantwortlich für die Kontakte zu den Spenderinnen und Spendern in Europa, sie verwaltet, organisiert, betreut ihre Mitschwestern, kümmert sich um Hilfesuchende - und holt sich Kraft für all diese Aktivitäten aus ihrer tiefen Spiritualität.

 

Grüß Gott!

Mit diesen Worten verbinde ich viele gute Erfahrungen in Österreich und mit den großzügigen Menschen, die wir hier kennenlernen durften. Eine Freundschaft, die nun schon fast 40 Jahre andauert, ist kein Projekt - wir haben unser Leben geteilt, mit allen Sorgen und den vielen Momenten von Glück und Freude. 

 

Von dem Augenblick an, als Sr. Emmanuelle in mein Kloster nach Beni Suef kam und mich überzeugte, mein leben den Ärmsten in meinem Land zu widmen, war mir bewusst, was Christus wirklich von mir wollte. Ich hatte meine Bestimmung gefunden.

 

Sr. Emmanuelle, meine Freundin und Mutter, ich teilte mit ihr das Staunen über das Ausmaß des Glaubens bei den Müllsammlern. Sie haben uns beiden das Evangelium nahe gebracht.

 

Liebe Freundinnen und Freunde in Österreich!

Ich danke lhnen von ganzem Herzen für alles, was Sie für uns schon getan haben und hoffentlich noch weiterhin tun werden.

Gott segne Sie!

 

Interview mit Sr. Sara

Wir haben denselben Blick auf die Menschen

Sr. Sara, Sie haben mit Sr. Emmanuelle viele Jahre zusammengearbeitet und führen ihr Werk in Kairo fort. Wie ist es dazu gekommen?

Sr. Sara: Sr. Emmanuelle hat einige Wochen bei uns verbracht, um unser Leben kennenzulernen und um unsere Art zu leben zu verstehen. Irgendwann fragt sie mich: "Möchtest du kommen, um mir zu helfen?" Ich bin also mit Sr. Emmanuelle abgereist, begleitet von einigen Schwestern meines Ordens. 

Als wir im Müllsammelviertel ankamen, waren wir wirklich schockiert: So etwas hatte ich noch nie in meinem Leben gesehen! Drei Tage lang kämpfte ich mit meinen Gefühlen, ich hatte so einen Dreckhaufen noch nie gesehen: Kinder, von Fliegen bedeckt... Meine Entscheidung war gefallen. Ich liebe die Armen, und ich sagte: "Ich bleibe da."

 

In Österreich spenden derzeit etwa 4.000 Menschen für die Hilfsprojekte im Müllsammelfiertel in Kairo. Was hat diese Hilfe bis jetzt verändert?

Sr. Sara: Am Beginn unserer Tätigkeit hier in Mokattam lebten die Menschen in Blechhütten. Also ist Sr. Emmanuelle nach Europa aufgebrochen, vor allem nach Österreich, und das hat zu einer großen Veränderun geführt. Wir haben das Projekt der "Tausend Ziegelhäuser" begonnen, die bereits zwei Räume hatten. Im Laufe der Zeit wurde Elektrizität eingeleitet. Anstelle der von Eseln gezogenen Karren kamen Klein-LKWs, die wir für sie gebraucht kauften. Und das hat viel verändert. Die Menschen hier legen großen Wert darauf, dass sie an ihrem Wohnort bleiben. Sie sind zufrieden.

 

Ägypten war immer wiederZiel terroristischer Anschläge gegen die christliche Minderheit der Kopten. Ein Großteil der Müllsammler hier sind Christen. Inwieweit sind Sie und die Personen, für die Sie verantwortlich sind, vom Terror betroffen?

Sr. Sara: Wir haben hier keine Angst, aber es tut uns weh, dass Menschen einander töten - aus religiösen Gründen oder aus welchen Gründen auch immer. Das war früher nie so. Das ägyptische Volk ist ein friedliebendes Volk. Wir waren immer mit dem, was wir haben, zufrieden, wir haben immer andere respektiert. Im Müllsammelviertel versuchen wir zu überleben.

Wir haben einen gemeinsamen Gott; es gibt nur einen Gott. Und jeder betet zu Gott auf seine Weise.

Texte vom der Caritas Homepage und 40 Jahre Bücherl!


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