zum Ende der gemeinsamen Schulzeit suchen viele von uns nach
einer kleinen, persönlichen Geste, die Schülerinnen und Schüler
auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten kann. Gerne möchte ich
eine Idee aus der Schulpastoral mit euch teilen.
Ein Stein als Zeichen des Vertrauens
Sucht für jede Schülerin und jeden Schüler einen schönen,
handgroßen Stein – einen sogenannten Handschmeichler. Es muss
kein perfekter Stein sein. Gerade seine Unebenheiten, Kanten und
Spuren erzählen von den Wegen, die er bereits zurückgelegt hat.
Auf den Stein kann ein kleines rundes Bild von Jesus –
beispielsweise als der Gute Hirte – aufgeklebt werden. Das Bild wird
so zu einem Zeichen dafür, dass Gott Menschen auf ihren Wegen
begleitet, trägt und stärkt.
Der Stein selbst steht symbolisch für all jene „Steine“, Hindernisse
und Herausforderungen, die uns im Leben begegnen. Er erinnert
aber zugleich daran, dass Schwierigkeiten nicht das letzte Wort
haben müssen. Mit Vertrauen, Mut und Zuversicht können Wege
entstehen, wo zunächst keine sichtbar sind.
Dem Stein kann eine kleine handgeschriebene Karte beigelegt
werden: Mit meinem Gott überspringe ich Mauern.
(Psalm 18,30)
Vertrauen in Gott macht Hindernisse überwindbar.
Vielleicht wird dieser Stein später auf einem Schreibtisch liegen, in
einer Schublade aufbewahrt werden oder in schwierigen Zeiten
wieder in die Hand genommen werden. Dann kann er daran
erinnern:
Du bist nicht allein unterwegs. Gott begleitet deinen Weg – auch
dann, wenn er steinig wird.
Gerade für Schülerinnen und Schüler, die die Schule verlassen, um
eine Lehre zu beginnen, in eine weiterführende Schule zu gehen, in
den Beruf einsteigen, Zivildienst machen oder ein Studium
beginnen, kann dieses kleine Geschenk eine bleibende Erinnerung
sein: an die gemeinsame Zeit, an erfahrene Wegbegleitung und an
die Zusage Gottes, die über die Schulzeit hinaus trägt.
Herzliche Grüße aus der Schulpastoral
Elise Gimmelsberger
Die Erzdiözese Salzburg hat am 21.04.2026 den elften Erzbischof-Dr.-Alois-Kothgasser-Preis an fünf Maturantinnen und Maturanten aus verschiedenen Schulen im Bildungszentrum Campus Borromäum verliehen: Gewürdigt wurden zwei Diplomarbeiten. Für Erwin Konjecic, Direktor des Amtes für Schule und Bildung der Erzdiözese Salzburg, ist dieser etablierte Preis „ein wichtiges Zeichen für qualitätsvollen Religionsunterricht“. Im Beisein von Weihbischof Hansjörg Hofer, Bildungsdirektor des Landes Salzburger Rudolf Mair, Fachinspektor Markus Hammer sowie Vertreterinnen und Vertretern der beiden Schulen fand die Verleihung statt.