Die Erzdiözese Salzburg und die Herz-Jesu-Missionare trauern um P. Johann Schmid, der am Donnerstag, dem 22. Oktober 2026 im 88. Lebensjahr verstorben ist.
Pater Hans wurde am 15. Oktober 1939 als fünftes von sieben Kindern einer einfachen Bergbauernfamilie in See im Paznaun, Maierhof, geboren. Nach dem Besuch der Volksschule wurde er im Alter von zwölf Jahren am Gymnasium in Feldkirch aufgenommen. Seine Schulzeit war von Entbehrungen und Heimweh geprägt. Ein schwerer Schicksalsschlag traf ihn im letzten Schuljahr, als seine Mutter verstarb. Nach der Matura entschied er sich für den Eintritt in den Orden der Herz-Jesu-Missionare.
P. Schmid machte sein Noviziat in Steinerskirchen und studierte anschließend in Innsbruck. Nachdem er nach der Priesterweihe ein Jahr als Erzieher in Birkeneck tätig war, bereitete er sich zwei Jahre lang am Katechetischen Institut in Straßburg auf einen Einsatz im Kongo vor. Nach fünf Jahren dort kam er aus gesundheitlichen Gründen nach Salzburg, wo er Französisch fürs Lehramt studierte. Er hat an unserem Gymnasium und an einer Schule in Freilassing unterrichtet.
Vielleicht wegen seines Lieblings-Psalmverses (Befiehl dem Herrn deinen Weg) hat er gemerkt, dass Gott ihn noch einen anderen Weg führen will – nach Brasilien.
Die Zeit dort hat sein Leben geprägt. Er war mit ganzem Herzen und vollem Einsatz bei seinen Leuten an ver-schiedenen Orten in Brasilien. P. Hans hat nicht nur als Herz-Jesu-Missionar die Botschaft vom menschen-freundlichen und barmherzigen Gott verkündet. Er hat seine Kraft und Zeit gegeben - besonders für die Rechtlosen, Armen, Unterdrückten und Landlosen.
Er war so engagiert, dass er auf die Todesliste von Großgrundbesitzern kam. Doch Padre João ließ sich nicht einschüchtern. Für seinen Einsatz wurde ihm in Österreich 1992 der Romero-Preis verliehen.
Er wollte, dass das Reich Gottes schon hier Gestalt annehme. Und dank ihm wurde das Leben der Menschen besser. Er erreichte, dass die Leute etwas zu essen hatten. Dazu hat er durch die vielen Brunnenbohrungen beigetragen. Es bedeutete Wasser für die Leute, Lebensgrundlage für ein besseres Leben. Und er ließ Gemeinschaftsgärten anlegen. Dort konnten die Leute anbauen – für den eigenen Bedarf und für den Verkauf. Als Dankeschön für sein Engagement wurde P. Schmid Ehrenbürger der Stadt Floriano.
Als er aus Gesundheitsgründen zurück nach Europa musste, hat ihn das schwer getroffen. Noch hier hat er Rundbriefe geschrieben, um Unterstützung für seine Projekte in Brasilien zu bekommen, denn mit seinem Herzen war er noch in Brasilien. Gleichzeitig war P. Hans auch immer sehr tief mit seiner Heimat verbunden. Die Bergkapelle auf der Alpe Gamperthun in See, die vor fast 40 Jahren auf seine Initiative gebaut wurde, lag ihm ganz besonders am Herzen. Er ist Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde See.
Am 22. Oktober verstarb unser lieber Mitbruder. Jetzt hat Gott P. Schmid auf den letzten Weg geführt.
Wir beten am 2. November 2026 um 19.00 Uhr den Rosenkranz für ihn in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Liefering. Das Requiem / den Auferstehungsgottesdienst feiern wir in der Klosterkirche des Missionshauses Liefering am 3. November 2026 um 10.00 Uhr. Anschließend ist die Beisetzung auf dem Friedhof in Siezenheim.