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  Salz & Licht | Artikelübersicht

Inhalt:
20.10.2026

Nacht der 1000 Lichter mit Pia Knödler

Am 31. Oktober 2026 verwandelt die Nacht der 1000 Lichter den Abend vor Allerheiligen in einen besonderen Moment der Besinnung.

© Trisha Rufinatscha

eds / (tru)  Wenn es auf Allerheiligen zugeht, rücken Fragen nach der Vergänglichkeit, dem Leben und dem Tod oft stärker in unser Bewusstsein. Vor allem Ende Oktober, wenn rund um Halloween schaurige Gestalten von Haus zu Haus ziehen. Doch „Die Nacht der 1000 Lichter“ setzt einen anderen Akzent: Sie erinnert daran, dass Tod und Leben miteinander verbunden sind – und dass ohne Leben auch der Tod nicht denkbar wäre“, so Pia Knödler von der Katholischen Jugend Salzburg. „Im Mittelpunkt steht das Licht. Es ist ein Zeichen für Hoffnung, Liebe, Gemeinschaft und die Gegenwart Gottes“, so Knödler. Die Nacht der 1000 Lichter lädt dazu ein, das Heilige mitten im Alltag zu entdecken, und zwar am 31. Oktober.

 

Alltagsheilige

 

Doch was bedeutet es eigentlich, das Heilige im Alltag zu entdecken? Eine Antwort darauf gibt die Idee der Alltagsheiligen. „Alltagsheilige müssen nicht unbedingt berühmte Persönlichkeiten sein. Es können Menschen sein, die uns durch ihre Haltung, ihre Worte oder ihre Taten daran erinnern, dass selbst in schwierigen Zeiten ein Licht in uns brennen kann“, so Pia Knödler. Auch Heilige und Mystikerinnen können solche Lichtgestalten sein. Ihre Gedanken und Erfahrungen helfen uns, den Blick auf das Wesentliche zu richten und inmitten von Krisen nach Hoffnung zu suchen. „Für mich ist die niederländisch-jüdische Schriftstellerin Etty Hillesum etwa eine Alltagsheilige. Sie hielt in ihren Tagebüchern und Briefen an der Möglichkeit fest, selbst unter den dunkelsten Bedingungen Menschlichkeit und inneres Leben zu bewahren. Ihr Leben und ihre Texte erinnern daran, dass äußere Dunkelheit nicht zwangsläufig das letzte Wort haben muss“, sagt Pia Knödler.

 

Wenn aus vielen kleinen Lichtern ein großes Bild entsteht

 

Herzen, Sterne und Labyrinthe gehören zu den eindrucksvollen Symbolen, die bei der Nacht der 1000 Lichter von vielen Ehrenamtlichen gestaltet werden. Aus unzähligen kleinen Kerzen entsteht dabei ein großes Ganzes. Jedes Licht für sich zeigt eine kleine Flamme, aber gemeinsam entfalten die Lichter eine besondere Kraft. Ein leuchtendes Herz kann für Liebe, Verbundenheit und Mitgefühl stehen. „Besonders eindrucksvoll ist ein Labyrinth aus Kerzen. Wer seinen Weg durch die vielen kleinen Lichtpunkte sucht, geht Schritt für Schritt weiter, bis sich am Ende möglicherweise ein größerer Raum, ein besonderes Symbol oder ein neuer Blick auf das Ganze eröffnet“, sagt Pia Knödler.

 

Ein Fest des Miteinanders

 

Hinter den vielen Kerzen stehen Menschen, die gemeinsam etwas Besonderes entstehen lassen. Hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ehrenamtliche und zahlreiche weitere Helferinnen und Helfer planen, gestalten, bereiten vor und entzünden die Lichter.

Die Nacht der 1000 Lichter ist ein Zeichen für Gemeinschaft. Viele Menschen bringen ihre Zeit, ihre Ideen und ihre Fähigkeiten ein.

Von Tirol bis Salzburg: Eine gewachsene Tradition „Die Nacht der 1000 Lichter entstand in Anlehnung an die Lichterfeier in Taizé, einem ökumenisch geprägten spirituellen Ort in Frankreich, der für seine Gebete und die besondere Atmosphäre des Kerzenlichts bekannt ist“, sagt Knödler. In der Erzdiözese Salzburg gibt es die Nacht der 1000 Lichter seit 2005. Auch im Tiroler Teil der Diözese hat sich die Initiative etabliert. „Es beteiligen sich jährlich ungefähr 245 Pfarren; insgesamt zieht die Veranstaltung rund 50.000 Besucherinnen und Besucher an“, so Knödler.

 

Nacht der 1000 Lichter 2026: Die wichtigsten Informationen

 

Datum: Samstag, 31. Oktober 2026

Beginn: Mit Einbruch der Dunkelheit

Ort: Verschiedene Pfarren und Veranstaltungsorte in der Erzdiözese Salzburg und im Tiroler Teil der Diözese

Was erwartet Besucherinnen und Besucher? Kerzenwege, leuchtende Symbole, Momente der Stille und Besinnung sowie unterschiedliche spirituelle Angebote – abhängig von der jeweiligen Pfarre.

Die konkreten Uhrzeiten, Programme und Veranstaltungsorte für 2026 können je nach Pfarre variieren. Wer teilnehmen möchte, sollte sich daher vorab bei der jeweiligen Pfarre oder über die offiziellen Informationskanäle der Erzdiözese Salzburg über die aktuellen Angebote informieren: hier. 

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