Als „Kirche“ wird nicht nur ein Gebäude bezeichnet, in dem sich die Menschen zum Gebet versammeln. Kirche ist zunächst die Gemeinschaft aller auf Jesus Christus Getauften. Im Neuen Testament wird die Gemeinschaft der Christen als "Ekklesia" bezeichnet. Der griechische Begriff wird oft mit "Kirche" oder "Gemeinde" übersetzt.
Das Gebäude, in dem sich die Kirchenmitglieder zum Gottesdienst versammeln, wird ebenfall als Kirche bezeichnet. In jeder Pfarrgemeinde gibt es eine Pfarrkirche, in manchen gibt es zusätzlich Filialkirchen. Die Pfarrkirche ist die „Hauptkirche“ der Pfarre. Kleinere Filialkirchen werden auch als Kapellen bezeichnet.
Vom alt-griechischen Wort für „König“ (baslieus) leitet sich die „Basilika“ ab. In der Antike ist die Königshalle ein öffentliches Gebäude, in dem Gerichtsverhandlungen abgehalten und Handel betrieben werden. Dabei hat sich eine bestimmte Bauform durchgesetzt. Sie besteht aus einem langen Hauptraum, der an einem Ende durch eine runde Apsis abgeschlossen wird. In der Spätantike ist das der vorrangige Baustil für Kirchen.
Wenn heute eine Kirche als Basilika bezeichnet wird, handelt es sich um einen Ehrentitel, der besonders wichtigen Kirchen verliehen wird - unabhängig vom Baustil.
Als "größere" Basiliken werden jene vier Kirchen in Rom bezeichnet, in denen ein Altar des Papstes steht. Sie sind die vier "Hauptkirchen" der katholischen Kirche.
Wallfahrten sind religiöse Reisen zu Orten bzw. Kirchen mit besonderer Kraft und Verbunden mit Geschichten von besonderen religiösen Erfahrungen wie Erscheinungen oder Heilungen. Eine Wallfahrtskirche ist demnach das Ziel von solchen Wallfahrten. Nicht selten sind Wallfahrtskirchen Marien-Kirchen, die der Gottesmutter Maria geweiht sind.
Kathedrale und Dom meinen im Wesentlichen dasselbe. Eine Kathedrale ist die Bischofskirche einer Diözese. In ihr befindet sich der bischöfliche Stuhl, von dessen griechischer Bezeichnung (kathedra) sich der Name ableitet. Seit der Antike ist der bischöfliche Stuhl ein Zeichen der Vollmacht des Bischofs in seine Diözese, da er der oberste Hirte und Seelsorger in dieser Diözese ist.
In jeder (Erz-)Diözese gibt es grundsätzlich eine Kathedrale. Sie kann als die Hauptkirche einer Diözese betrachtet werden. In der Erzdiözese Salzburg ist das der Dom zu Salzburg.
Der Salzburger Dom ist die Kathedralkirche der Erzdiözese Salzburg, in ihm befindet sich daher die bischöfliche Kathedra. Das Wort "Dom" hat seinen Ursprung im lateinischen Wort "domus", das Haus bedeutet und sich auf das Haus Gottes bezieht.
Ob die örtliche Bischofskirche als "Dom" oder als "Kathedrale" bezeichnet wird, hat oft mit regionalen und sprachenlichen Unterschieden zu tun. Im deutschsprachigen Raum und Italien ist die Bezeichnung "Dom" bzw. duomo (ital.) geläufiger, während in anderen Ländern im romanischen Sprachraum der Begriff Kathedrale verwendet wird.
Es kann dennoch vorkommen, dass eine Kirche als Dom bezeichnet wird, ohne eine Kathedralkirche zu sein. Beispielsweise können Kirchen, die auf Grund ihrer historischen Bedeutung oder ihrer baulichen Besonderheit als Dom bezeichnet werden, obwohl sie nicht die Bischofskirche sind. Der Petersdom in Rom ist streng genommen nicht die Kathedralkirche des Papstes, der Bischof von Rom; das ist nämlich die Lateranbasilika.
