Mit der Veröffentlichung des Schlussdokuments vom Oktober 2024 eröffnete Papst Franziskus die Umsetzungsphase.
Arbeitsgrundlage für diese letzte Phase der Synode zur Synodalität ist das Dokument „Skizzen für die Umsetzungsphase“ des römischen Synodensekretariats. Es wurde von Papst Leo XIV. gebilligt und bietet allen Ortskirchen einen gemeinsamen Bezugsrahmen für die Arbeit in der Umsetzungsphase. Daher ist es auch Grundlage für die Arbeit in der Erzdiözese Salzburg.
Ziel der Umsetzungsphase ist es, „konkrete Praktiken und Strukturen zu erproben, die die Kirche synodaler machen“. Primärer Bezugspunkt soll dabei das Schlussdokument vom Herbst 24 sein sowie der Fokus dieses Textes auf den Sendungsauftrag der Kirche. In Nr. 9 des Schlussdokuments wird für die Umsetzungsphase folgende Leitfrage formuliert:
Wie können wir unseren täglichen Weg mit einer synodalen Methodik des Unterscheidens, Entscheidens und Evaluierens fortsetzen und konkrete Wege und Bildungsmöglichkeiten finden, um eine greifbare synodale Umkehr in den verschiedenen kirchlichen Kontexten unserer Diözese (z.B. Pfarren/Pfarrverbände, Dekanat, gesamtdiözesane Ebene, Bewegungen, Orden) herbeizuführen?“ (vgl. SD, Nr. 9) Darüber hinaus „soll auch eine Bewertung der Fortschritte in Bezug auf die Synodalität und die Beteiligung aller Getauften am Leben der Kirche vorgesehen werden.“
Welche konkreten Impulse aus dem Schlussdokument am besten geeignet sind, um die synodale Umkehr zu fördern, muss jede Ortskirche für sich selbst herausfinden. Hier kann es keine universalen Priorisierungsempfehlungen geben. Gleichzeitig betonen die „Skizzen zur Umsetzungsphase“ die Notwendigkeit, als Gesamtkirche voranzugehen.
Damit die Umsetzungsphase gelingt, legt das Synodensekretariat großen Wert darauf, „den Austausch von Gaben“ lebendig zu halten. Dementsprechend soll in der Umsetzungsphase ein neuer Dialogprozess in jeder Kirche und zwischen den Kirchen in Gang gesetzt werden, der sich auf das Schlussdokument stützt. Dazu ist folgender Ablauf geplant;
In der Erzdiözese Salzburg erfolgt die Planung der Umsetzungsphase durch das diözesane Synodenteam. Ihm gehören folgende Personen an:
Für die Umsetzungsphase in der Erzdiözese Salzburg wurde folgende Vorgehensweise festgelegt:
Das Synodenteam trifft sich von November 25 bis März 2026 monatlich zu einem Gespräch im Geist. Dabei wird jeweils ein Kapitel des Abschlussdokuments ausgehend von folgender Frage reflektiert:
Wenn wir auf das Abschlussdokument, unsere diözesane Synthese und die anderen Dokumente in unserem Synodenreader blicken: Welche Schritte, Initiativen oder Maßnehmen helfen uns in besonderer Weise, unsere Sendung als Kirche besser zu erfüllen, indem sie ein greifbares synodales Wachstum in den verschiedenen kirchlichen Kontexten unserer Diözese herbeiführen?
Ziel der gemeinsamen Beratung im Synodenteam ist die Erstellung einer Prioritätenliste mit Arbeitspaketen zur abschließenden Beratung im Konsistorium. Zur Finalisierung der Liste sind nach den fünf Austauschtreffen ein bis zwei weitere Synthesetreffen im April und Mai 26 geplant.
Die Ideen des Synodenteams für die Prioritätenliste werden den diözesanen Ratsgremien (Priesterrat, Pastoralrat, Dechantenkonferenz, Konsistorium) nach Möglichkeit zur Resonanz vorgelegt. Die Umsetzung ggf. beschlossener Prioritäten erfolgt durch die jeweils zuständigen Stellen und Einrichtungen und wird vom Synodenteam begleitet. Langfristiges Ziel ist, die Ergebnisse des Synodenprozesses in lebendige Praxis in unseren Gemeinden, Einrichtungen und im Alltag unseres kirchlichen Lebens zu überführen.
Jede und jeder, der das Synodenteam mit Hinweisen bei der Erstellung der Prioritätenliste unterstützen möchte, ist dazu herzlich eingeladen (synodalitaet@eds.at). Nach Fertigstellung eines Entwurfs der Prioritätenliste (April/Mai 2026) werden weitere Partizipationsmöglichkeiten geprüft.
Das Synodenteam dankt allen, die sich in den letzten Jahren in den synodalen Prozess eingebracht haben, und lädt dazu ein, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.