Die Auferstehung Christi
In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert. Durch die Auferstehung Christi, seine Überwindung des Todes, ist allen Christinnen und Christen die Tür zum ewigen Leben geöffnet.
Den Hintergrund für das bedeutendste Fest der Christen bildet das jüdische Paschafest. Jesus wurde unmittelbar vor diesem Fest hingerichtet, auferstanden ist er demnach am Paschafest.
Rund um Ostern gibt es in Salzburg zahlreiche Bräuche, die die Volksfrömmigkeit zum Ausdruck bringen. Die Bräuche reichen vom Palmbuschenbinden vor dem Palmsonntag bis zum Goneslauf im Lungau am Ostermontag.
Ein einzigartiger Brauch ist das Ölbergsingen in der Marktgemeinde Großarl, das in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag und von Karfreitag auf Karsamstag von zwei Männerchören zelebriert wird. Der Chor der Bauern beginnt am Gründonnerstag. Zwischen acht Uhr abends und vier Uhr morgens wird zu jeder vollen Stunde, beginnend beim Pfarrhof, an jeder der vier Stationen zum Gedenken an das Leiden Christi mit wechselnden Strophen gesungen. Am Karfreitagabend übernimmt der Chor der Männer aus dem Dorf. Dieser Part ist „Leiden-Christi-Singen“ benannt. Auch sie singen zwischen acht Uhr abends und vier Uhr morgens, ebenfalls an den Stationen zwischen Pfarrhof und Dorf, jedoch mit anderem Text als die Sänger des Ölbergsingens.
Eine seltene Besonderheit sind die Oster- oder Passionskrippen, die sich vor allem in Tirol erhalten haben. In jüngster Zeit sind auch in der Erzdiözese Salzburg (Kirche St. Michael, Stadt Salzburg; Pfarrkirche Lessach, Lungau; Kramsach, Bezirk Kufstein; Waidring, Bezirk Kitzbühel) wieder einige dieser Krippen, die das Passionsgeschehen zwischen dem Einzug Jesu in Jerusalem und seiner Auferstehung veranschaulichen, entstanden.
Durchaus weit verbreitet und bekannt sind die „Heiligen Gräber“, Kulissenanlagen, die am Karfreitag und Karsamstag an Tod und Grablegung Jesu Christi erinnern. Ob barocke Ausführung oder moderne Form, gekennzeichnet sind sie durch Gläser, die mit gefärbtem Wasser gefüllt und von hinten beleuchtet werden. Mancherorts gibt es Grabwachen, oft sind am Karsamstag fixe Gebetszeiten eingeteilt, während derer die Gläubigen einander im Gebet ablösen. Mit Beginn der Osternachtfeier werden die Lichter abgeschaltet und die Darstellung wird verhüllt.
Gottesdienste in der Erzdiözese
Termine in der Osterzeit (PDF)
Erzbischof Franz Lackner wird den Liturgien der Karwoche im Dom vorstehen.
Palmsonntag – 29. März
9.30 Uhr: Pontifikalamt
Chrisammesse – 1. April
15.30 Uhr: Segnung der Öle für das kommende Kirchenjahr
Gründonnerstag – 2. April
7.30 Uhr: Erste Trauermette
19 Uhr: Feier des letzten Abendmahls
Karfreitag – 3. April
7.30: Zweite Trauermette
15 Uhr: Kreuzwegandacht
19 Uhr: Karfreitagsliturgie
Karsamstag – 4. April
7.30 Uhr: Dritte Trauermette
Osternacht – 4. April
21 Uhr: Feier der Auferstehung
Ostersonntag – 5. April
10 Uhr: Pontifikalamt
Ostermontag – 6. April
10 Uhr: Pontifikalamt mit Weihbischof Hansjörg Hofer
Um Ostern gemeinsam als Familie feiern zu können, gibt es vom Portal für junge Familien meinefamilie.at, einer Initiative der Katholischen Kirche Österreich, verschiedene inspirierende Angebote. Diese reichen von Beiträgen über die kindgerechte Erklärung der Kar- und Osterfeiertage über einen Artikel, der erklärt, wie man Ostern nachhaltig gestalten kann bis hin zu Bastel- und Geschenkideen für die Osterzeit.